Archiv

Ein neues Jahr, der alte Dreck…

Nachdem es mich über Weihnachten und den Jahreswechsel mal so richtig hingeknallt hat (Nierenentzündung sei Dank), hat irgendwann mal der normale Wahnsinn wieder angefangen.

Ich stelle fest, das Frauen anscheinend sehr sehr komplizierte Wesen sein müssen, die in anderen Sphären kommunizieren. Jedenfalls versteht uns die Spezies Mann nur in den wenigsten Fällen. Selbst die sogenannten (und oft titulieren sie sich selbst so) „Frauenversteher" haben doch von Tuten und Pusten nicht wirklich Ahnung.

Einerseits möchte Gattung Mann alles ausdiskutieren oder zumindest bekommt man ständig den Spruch: „nun rede doch mit mir". Tief durchgeatmet, zum Reden angesetzt, drei vier Sätze abgelassen kommt sodann von ihnen der Spruch: „also, irgendwie versteh ich dich nicht, du bist kompliziert".

Redet man (respektive Frau) dann mal nicht mit den von uns geschätzten Dreibeinen, ist das natürlich auch nicht richtig. Ständig löchern sie einen und wenn man dann was sagt, ist es sicher nicht das, was sie hören möchten!

Ich bin ein wahrheitsliebender Mensch und spreche meine Gedanken oft genug aus. Auch eine Sache, mit der einige Dreibeiner nicht zurecht kommen. Weil es eben nicht immer die Gedanken sind, die sie von mir gern hören würden.

Ich halte mich auch für eine gute Zuhörerin, jedenfalls laden ziemlich viele Leute ihre Probleme bei mir ab. Person X (Dreibein) hat ein Problem mit Person Y (auch Dreibein) und bespricht es mit mir. Ich kenne X und Y gut, versuche diplomatisch zu vermitteln. Fehlschlag.

Personenkreis Z regt sich fürchterlich weiterhin über Person Y auf, macht sich über Y lächerlich, stänkert bei mir über Dreibein Y ab. Ich versuche, Person Y auf seine Defizite aufmerksam zu machen, zu sensibilisieren -à Fehlschlag.

Was im Endeffekt immer wieder dazu führt, dass ich als Problemmülleimer herhalte (ist ja an sich ok, aber ihr seid alle alt genug, klärt eure Probleme selbst!), als diplomatische Vermittlerin tätig werde (es zumindest versuche) und anschließend als blöde Kuh von Person Y betitelt werde, und ja, genau vor Personenkreis Z.

Ergo, bin ich jetzt wieder mal die „Böse", die nur das ausgesprochen hat, was Personenkreis Z nur denkt. Klasse! Schön, dass ich mich so gern zum Affen mache.

Sagt man dann auch mal Personenkreis Z die Meinung, sind auch eben diese angepisst und – siehe da! – auf einmal ist Y doch besser, als das unbequeme Auseinandersetzen mit Ms. Wahrheitsliebend.

Leute, ihr könnt mich alle mal… und das bitte kreuzweise.

24.1.07 14:00, kommentieren

Eine neue Gattung

Naivität

 

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Das Wort ist dem französischen "naïf" (=kindlich, ursprünglich, einfältig, harmlos, töricht) angelehnt bzw. kann als eine verkürzte, in den allgemeinen Sprachgebrauch übergangene Form von "nativ(e)" (=gebürtig, ursprünglich) angesehen werden.

Im Allgemeinen werden Menschen als naiv bezeichnet, denen die notwendige Einsicht in Ihre Handlungen fehlt und über einen begrenzten geistigen Horizont verfügen. Oft gilt naiv als Synonym für leichtgläubig, leicht verführbar, unwissend oder ungebildet.

Wie es die Definition andeutet, sind es hauptsächlich Kinder, die naiv sind. Während die kindliche Unvoreingenommenheit und Unverfälschtheit noch von vielen als positiv, sogar als rein und unschuldig angesehen wird, gilt sie bei einem Erwachsenen als ernsthafter Charakterfehler, als geistige Beschränktheit. Hier tritt sie oftmals in Gefolge von
Arroganz und Narzissmus auf.
 
Eine Besonderheit ist die/der naive Geliebte oder Partner(in). Durch seine/ihre kindliche Art ist sie/er zu Beginn einer Beziehung äußerst reizvoll und anziehend. Diese Beziehungen gehen jedoch meistens über die erste Phase der Verliebtheit nicht hinaus, da eine Weiterentwicklung einer Beziehung vor allem auf der persönlichen Reife und Reifung der Beteiligten aufbaut, zu dem diese(r) nicht bereit oder fähig sind. Werden die Erwartungen eine/r(s) naiven Geliebten nicht erfüllt, folgt Verbitterung. So schlägt nicht selten die Verliebtheit in Hass, die Freundlichkeit in Aggression, die Harmlosigkeit in extreme Hinterhältigkeit um.

....................................

Hieraus leite ich das Wort „Naivling“ ab.

Frei nach dem berühmten Tierforscher Bernhard Grzimek beschreib ich ihn mal:

In der freien Wildbahn relativ häufig vorkommend, verfügt der Naivling über das Talent, seine Mitmenschen, die eng mit ihm befreundet sind, in Raserei zu bringen. Vorwiegend mit dem Spruch: „Was ist denn? Ich hab nichts gemacht!“

Naivlinge sind von den anderen Gattungen der Spezies Homo Sapiens kaum zu unterscheiden. Erst wenn der Naivling den Mund öffnet, um zu sprechen, kann man ihn ziemlich schnell spezifizieren.

Auf seine Gattung angesprochen, wird der Naivling immer vehement bestreiten, ihr zuzugehören. Auch Beweise werden rigoros mit Füssen getreten. Selbst in einem Vier-Augen-Gespräch werden Defizite verharmlost, nicht eingesehen, diese Gattung stellt sich dann einfach tot. Das Lebensmotto des Naivlings („Ich hab nichts gemacht!" ) ist hier immer wieder anzutreffen.

Umso verwunderter sind diese putzigen possierlichen Naivlinge, wenn man ihnen dann brachial den ganzen Lattenzaun vor den Kopf hämmert. Dann schauen sie komisch, sind ziemlich sprachlos, manche scheinen sogar ihre komplette Sprachfähigkeit zu verlieren. Meist folgt dann auch hierauf die Reaktion des „Totstellens“ oder des „ich hab doch nichts gemacht!“ bis hin zur totalen Herausrederei. Auch diese Art der Kommunikation beherrscht ein Naivling. Ich wage zu behaupten, niemand ist so einfallsreich im Finden von Ausreden, wie ein Naivling.

Der Umgang mit Naivlingen:

Bislang noch unerforscht, da es ziemlich schwer für andere Gattungen Homo sapiensis ist, soviel Geduld aufzubringen, um hinter das Wesen eines Naivlings zu schauen.

Umwandlung eines Naivlings:

Der Bloggerin bislang nicht bekannt, ob ein solcher Fall schon mal beobachtet bzw. praktiziert wurde. Gerüchten zu Folge kann aber mit enormer Anstrengung des Naivlings sehr wohl ein positiver Erfolg zu verzeichnen sein. Allerdings bedeutet dies für den Naivling die Aufgabe seines Mottos „ich hab doch nichts gemacht!“. Die Forschungsreihe wird fortgesetzt …

 

 

1 Kommentar 29.1.07 13:24, kommentieren