Ich oder: Lernen

 

Lernen… Lernprozesse… doch, das ist es, was ich gerade versuche auf die Beine zu stellen. Und zwar auf meine.

Ich bin WER, und ich lerne gerade zu stehen… und zu laufen. Ohne ein, zwei sehr gute Freunde würde ich das nicht schaffen… aber ich glaube mittlerweile fest an mich.

Ich kann es schaffen, lernen… Ich lerne, frei zu denken. In andere Richtungen zu denken… und ich genieße es.

Die Gedanken sind frei, diesen Satz habe ich gerade in den letzten Tagen gelernt. Und es steckt soviel Wahrheit in ihm. Und ich lerne auch, wieder an mich zu glauben. Zu glauben, dass ich WER bin. Um es mit Rosenstolz zu sagen: Ich bin jetzt, ich bin hier, ich bin ich, das allein ist meine Schuld.

Es ist schwer und wird mir wohl auch noch einige Zeit schwer fallen, zu lernen, dass man Gefühle – egal welcher Art – zulassen darf und kann. Das irgendwo jemand ist, der ähnlich oder genauso denkt, und einem Halt gibt. Den Rücken stärkt, für einen da ist.

Ich las in den letzten Tagen auch so Sätze wie „ich gehe meinen Weg … allein“ … Sicher, kann man machen. Das geht auch eine lange Zeit lang gut. Nur belügt man sich ständig selbst. Ohne das man es merkt, oder sich dessen sogar bewusst ist.

Alleinsein und sei es nur im Inneren ist zeitweise ein schöne Sache… nur macht es krank. Angst essen Seele auf, hieß es mal. Alleinsein auch. Und irgendwann ist man an einem Punkt, wenn man dann ehrlich zu sich selbst ist, kotzt einen das Alleinsein an. Man wird eklig zu Freunden, versucht sie dazu zu bringen, einen zu hassen. Weil man sich im Grunde seines Herzens selbst hasst. Und spätestens da sollte man sich sagen: ICH BIN ICH…. das allein ist meine Schuld. Und es zulassen, dass andere mich auch als ICH sehen. Und siehe da… sie sind alle wieder da und sie stehen zu meinem ICH. Ob sie mich immer verstehen? Sicher nicht… aber ist das egal? Ja… weil auch das dazu gehört.

Gedanken sind frei… sie schweifen zu lassen, sich Dinge vorzustellen, die man immer tun wollte… sich gehen zu lassen, sich fallen zu lassen – und seien es nur die Gedanken…, manchmal folgen die Taten auf dem Fuße. Ja und? Ich lerne, sie zuzulassen… Gedanken wie Taten.

Meine Mutter hat mir vor ca. 28 Jahren ein Poesie-Album geschenkt, auf der ersten Seite war ihr Geschenk an mich, ihr Spruch für mich und mein Leben:

Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum!

Mama

Mehr stand dort nicht… Dieser Satz ist in meine Seele tätowiert. Wie Schatten auf der Haut…. Immer und überall bei mir… nur habe ich verlernt, auf ihn zu hören. Ihn zu lesen… Aber man kann es wieder lernen… Und ich stehe auf, lerne zu gehen, zu laufen, zu leben!

22.12.06 08:57

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